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Backlinks

Definition

Backlinks sind Links auf fremden Websites, die auf eine Seite der eigenen Website verweisen. Google entdeckt über sie neue Seiten und wertet sie als Signal dafür, wie relevant die verlinkte Seite ist.

Nach der Definition von Google ist ein Backlink ein Link auf einer Seite einer anderen Website, der zurück auf eine Seite der eigenen Website verweist. Von dieser Richtung hat der Backlink seinen Namen. Gebräuchlich sind auch die Schreibweisen Back-Link und Back Link sowie die deutschen Begriffe Rückverweis und eingehender Link. Im Englischen ist außerdem von Inbound Links die Rede.

Technisch ist ein Backlink ein gewöhnlicher Hyperlink, im HTML-Code ein <a>-Element mit href-Attribut. Zu jedem Backlink gehören zwei Adressen. Die eine ist die URL der verweisenden Seite, auf der der Link steht, die andere die Ziel-URL, auf die er zeigt. Die Search Console spricht ebenfalls von der verweisenden Seite und der Ziel-URL. Im Beispiel setzt ein fiktives Verbraucherportal in seinem Ratgeber zum Tagesgeld einen Backlink auf den Zinsrechner einer Bank.

Ist in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Linkaufbau oder SEO-Links die Rede, sind meist Backlinks gemeint. Sie zählen zu den Signalen außerhalb der eigenen Website, mit denen sich das Offpage-SEO befasst. Links zwischen Seiten derselben Website heißen dagegen interne Links. Sie setzt der Betreiber selbst, Backlinks setzen andere.

Über Backlinks entdeckt Google neue Seiten, und Googles Systeme werten die Links aus, um zu erkennen, worum es auf einer Seite geht und wie hilfreich die Seite für eine Suchanfrage ist.

Ein zentrales Verzeichnis aller Webseiten gibt es nicht. Neue URLs findet Google deshalb unter anderem, indem es auf bereits bekannten Seiten Links ausliest. Diese Suche nach neuen Seiten nennt Google URL-Erkennung. Ein Backlink von einer Seite, die der Googlebot regelmäßig abruft, macht Google also auch die verlinkte Seite bekannt. Auslesen kann Google dabei in der Regel nur crawlbare Links, also <a>-Elemente mit href.

Für die Bewertung nutzt Google laut seinem Leitfaden zu den Ranking-Systemen (Stand 12/2025) mehrere Systeme, die auswerten, wie Seiten miteinander verlinkt sind. Dazu gehört der PageRank, der seit dem Start von Google im Einsatz ist und weiterhin zu den wichtigsten Ranking-Systemen zählt. Nach seiner ursprünglichen Idee zählt ein Link von einer selbst stark verlinkten Seite mehr als ein Link von einer kaum verlinkten. Den inhaltlichen Zusammenhang liefert der Linktext, auch Ankertext genannt, der laut Google Nutzer und Google über den Inhalt der Zielseite informiert.

Nicht jeder Link gibt Signale weiter. Mit nofollow, sponsored oder ugc im rel-Attribut zeigt eine Website an, dass sie einen Link nicht empfiehlt, dass er bezahlt ist oder dass Nutzer ihn gesetzt haben. Google behandelt diese Werte seit September 2019 als Hinweise und berücksichtigt solche Links in den meisten Fällen nicht für das Ranking, wie der Artikel zu Nofollow erklärt. Links ohne diese Werte heißen im SEO-Jargon Dofollow-Links.

Erst gecrawlt, dann gewertet · vier Schritte vom Backlink zum Signal, vereinfacht
  1. 01Link gesetztEine fremde Seite verlinkt eine URL der eigenen Website.
  2. 02GecrawltDer Googlebot ruft die verweisende Seite ab und liest den Link aus.
  3. 03EntdecktDie Ziel-URL kommt auf die Liste der bekannten Seiten.
  4. 04GewertetLink-Analyse und PageRank beziehen Quelle, Linktext und rel-Wert ein.
Eigene Darstellung nach Google Search Central: So funktioniert die Google Suche, Leitfaden zu Ranking-Systemen, Link-Best-Practices und Anleitung zum erneuten Crawlen (alle Stand 12/2025) sowie Crawling-Budget (Stand 09/2026) · vereinfacht

Google erkennt einen Backlink, sobald der Googlebot die verweisende Seite crawlt und den Link dort ausliest. Eine feste Frist gibt es dafür nicht. Wann und wie oft der Googlebot eine Website abruft, legt laut Google ein algorithmischer Prozess fest. Nach Googles Dokumentation zum Crawling-Budget (Stand 09/2026) werden URLs, die im Internet beliebter sind, tendenziell häufiger gecrawlt. Ein Link auf einer viel verlinkten, oft aktualisierten Seite fällt Google deshalb meist früher auf als ein Link auf einer kaum beachteten Unterseite.

Manche Links findet Google gar nicht. Ist die verweisende Seite per robots.txt vom Crawling ausgeschlossen oder nur nach einem Login erreichbar, sieht der Googlebot auch den Link nicht. Eine schnelle Backlink-Indexierung, bei der Google einen neuen Link sofort erfasst, lässt sich von außen kaum erzwingen. Ein erneutes Crawlen kann nur beantragen, wer die verweisende Website in der Search Console verwaltet, und auch dann kann es laut Googles Anleitung zum erneuten Crawlen (Stand 12/2025) einige Tage oder mehrere Wochen dauern.

In der Search Console erscheint ein Backlink erst, nachdem Google ihn gefunden und verarbeitet hat. Der Export „Neueste Links“ im Bericht „Links“ sortiert die zuletzt gefundenen Links nach dem Funddatum. So lässt sich verfolgen, welche Links Google neu gefunden hat. Backlink-Tools entdecken Links mit eigenen Crawlern, ein Backlink kann dort also früher oder später auftauchen als bei Google.

Warum sind Backlinks für SEO wichtig?

Für die Suchmaschinenoptimierung sind Backlinks wichtig, weil Google über sie neue Seiten findet und sie laut seinen Link-Best-Practices als Signal für die Relevanz von Seiten nutzt. Backlinks bringen einer Website Auffindbarkeit, Ranking-Signale, Besucher und Bekanntheit.

Wie wichtig Backlinks im Vergleich zu anderen Signalen sind, veröffentlicht Google nicht. Google bewertet Links zusammen mit dem Inhalt einer Seite und erkennt Links, die vor allem das Ranking manipulieren sollen. Wer Backlinks will, braucht deshalb zuerst Inhalte, die eine Empfehlung wert sind.

In der KI-Suche hängt die Nennung einer Brand laut einer Ahrefs-Studie (12/2025) deutlich enger mit Erwähnungen im Web zusammen als mit Backlinks. Wie solche Nennungen entstehen und wie sie sich messen lassen, erklärt der Artikel zur Brand Mention.

Hochwertige Backlinks stammen von themennahen Seiten, stehen in einem redaktionellen Zusammenhang und wurden gesetzt, weil sie Lesern weiterhelfen, nicht weil jemand dafür bezahlt hat. Eine Checkliste dafür veröffentlicht Google nicht. Die folgenden Kriterien stammen aus der SEO-Praxis und stützen sich auf Googles Spamrichtlinien und Link-Best-Practices.

Wie unterschiedlich drei Backlinks auf dieselbe Seite ausfallen können, zeigt eine fiktive Direktbank auf example.com. Ihr Zinsrechner für Tagesgeld erhält drei Links. Einer steht im Ratgeber eines Verbraucherportals, einer im bezahlten Eintrag eines Webkatalogs und ein gekennzeichneter im gesponserten Beitrag eines Finanzblogs.

Nur der redaktionelle Link erfüllt alle drei Kriterien · drei fiktive Backlinks auf den Zinsrechner einer Direktbank
Eigene Darstellung nach Googles Spamrichtlinien, Abschnitt Link-Spam (Stand 09/2026), und dem Search Central Blog zu nofollow, sponsored und ugc (10.09.2019) und zum Link-Spam-Update (26.07.2021) · Kriterien aus der SEO-Praxis, keine Checkliste von Google · Beispiel fiktiv

Der gesponserte Beitrag kann sich trotz rel="sponsored" lohnen, wenn der Blog Leser erreicht, die sich für Sparzinsen interessieren. Den besten Backlink im Beispiel liefert das Verbraucherportal, weil seine Redaktion den Zinsrechner aus eigenem Antrieb verlinkt.

Die Backlinks der eigenen Website zeigt die Google Search Console kostenlos im Bericht „Links“. Wer die Backlinks einer fremden Website suchen oder ermitteln will, etwa die der Konkurrenz, braucht ein SEO-Tool mit eigenem Linkindex.

Eigene Backlinks in der Search Console

In der Search Console stehen die Backlinks im Bericht „Links“ unter „Externe Links“. „Meistverlinkte Seiten“ zeigt, welche Seiten die meisten Links von anderen Websites erhalten, „Top-verweisende Websites“ listet die verlinkenden Domains und „Top-verweisender Text“ die häufigsten Linktexte. Jede Tabelle zeigt höchstens 1.000 Zeilen, die Exporte „Neueste Links“ und „Weitere Beispiel-Links“ umfassen bis zu 100.000 Zeilen.

Der Bericht enthält laut Google nur eine Auswahl der Links. Links von nicht indexierten oder entfernten Seiten können fehlen, inzwischen gelöschte Links können noch auftauchen. Ob ein Link nofollow trägt, zeigt der Bericht nicht. Fremde Websites deckt die Search Console nicht ab, sie zeigt nur Properties mit bestätigter Inhaberschaft.

Für die Backlink-Recherche zu beliebigen Domains gibt es Tools und Programme mit eigenem Linkindex, etwa von Ahrefs, Majestic, Moz oder Semrush. Ihre Crawler durchsuchen das Web und speichern gefundene Links in einer eigenen Datenbank. Eine Backlink-Suche zeigt dort auch, welche Websites einen Wettbewerber verlinken. Brauchbar ist ein Tool, wenn sein Index groß ist und laufend aktualisiert wird, wenn es neue und verlorene Links mit Datum ausweist, nach rel-Wert filtert, Listen exportiert und mehrere Domains vergleicht. Gratisversionen zeigen meist nur einen Ausschnitt.

Die Search Console zeigt nur die eigene Website, Tools auch fremde · zwei Datenquellen für Backlinks im Vergleich
MerkmalSearch ConsoleTool mit eigenem Linkindex
Websitesnur eigene, bestätigte Propertiesbeliebige Domains, auch Wettbewerber
DatenbasisAuswahl der Links, die Google gefunden hatLinks, die der Crawler des Anbieters gefunden hat
UmfangTabellen bis 1.000 Zeilen, Export bis 100.000 Zeilenje nach Tarif, Gratisversionen mit Ausschnitt
rel-Wertwird nicht angegebenmeist filterbar nach nofollow, sponsored und ugc
VerlaufExport „Neueste Links“ nach Funddatumneue und verlorene Links je Zeitraum
Kostenkostenlosmeist kostenpflichtig
Eigene Darstellung nach der Search-Console-Hilfe zum Bericht „Links“ und der Ahrefs-Dokumentation als Beispiel für ein Tool (Crawler FAQs, Filter im Site Explorer), alle abgerufen am 04.10.2026 · Funktionsumfang je Tool und Tarif verschieden

Warum Backlink-Zahlen je nach Quelle abweichen

Backlink-Zahlen weichen zwischen Search Console und Tools sowie zwischen einzelnen Tools ab, weil jedes System andere Seiten crawlt und Links anders zählt. Die Search Console gruppiert Seiten nach der kanonischen URL und fasst doppelte Links zusammen. Ahrefs speichert laut eigener Dokumentation unter anderem keine Links aus PDFs, aus iframes oder von nicht indexierten Seiten und zählt mehrere Links einer Seite auf dasselbe Ziel nur einmal. Vergleichbar sind Werte deshalb nur innerhalb desselben Tools. Aussagekräftiger als die Gesamtzahl der Backlinks ist die Zahl der verweisenden Domains, weil ein einzelner Sitewide-Link Tausende Backlinks erzeugen kann.

Eine Backlink-Analyse wertet die bekannten Links auf eine Website aus und klärt, woher sie kommen, auf welche Seiten sie zeigen und wie sie sich entwickeln. Die Gesamtheit dieser Links heißt Backlinkprofil oder kurz Linkprofil. Grundlage sind die Daten der Search Console und mindestens eines Tools mit eigenem Linkindex.

Eine solche Linkanalyse erfolgt meist in drei Schritten. Zuerst werden die Links nach verweisenden Domains zusammengefasst, englisch Referring Domains, denn zehn Links von derselben Website sagen weniger über die Verbreitung einer Empfehlung aus als zehn Links von zehn Websites. Danach wird geprüft, welche Seiten die Links erhalten, mit welchen Linktexten und aus welchem Umfeld. Zuletzt folgt der Vergleich mit den Wettbewerbern, die für dieselben Suchanfragen ranken. Er zeigt Lücken in der eigenen Backlink-Struktur, also Arten von Websites, die die Konkurrenz verlinken und die eigene Website nicht.

Jede Auffälligkeit ist ein Prüfanlass · sechs Prüfpunkte einer Backlink-Analyse
✓Verweisende DomainsZeigt, wie viele verschiedene Websites verlinken. Prüfanlass, wenn die Zahl der Links steigt, die der Domains aber nicht, etwa durch Sitewide-Links.
✓EntwicklungZeigt neue und verlorene Domains je Monat. Prüfanlass ist ein plötzlicher Sprung aus themenfremden Quellen. Für die Prüfung nach einer manuellen Maßnahme nennt Google den Export „Neueste Links“, der die Links chronologisch sortiert.
✓LinktexteZeigen, wie andere Seiten die Website beschreiben. Prüfanlass sind auffällig viele gleichlautende Keyword-Linktexte oder Spamtext.
✓ZielseitenZeigen, welche Seiten Links anziehen. Prüfanlass sind Links auf entfernte Seiten oder auf Seiten, die weiterleiten.
✓HerkunftZeigt Themen und Arten der verweisenden Seiten. Prüfanlass sind Linknetzwerke, minderwertige Verzeichnisse und mögliche Spam-Websites.
✓KennzeichnungZeigt den Anteil der Links mit nofollow, sponsored oder ugc. Die Search Console gibt den rel-Wert nicht an, Tools schon.
Eigene Darstellung nach Googles Spamrichtlinien, Abschnitt Link-Spam (Stand 09/2026), sowie der Search-Console-Hilfe zu den Berichten „Links“ und „Manuelle Maßnahmen“ (abgerufen am 04.10.2026)

Wer die Ergebnisse einer Backlink-Analyse interpretieren will, behandelt Auffälligkeiten als Prüfanlass. Ein Sprung bei den verweisenden Domains kann auf einen Bericht in den Medien zurückgehen oder auf gekaufte Links, erst der Blick auf die einzelnen Quellen klärt das. Zum laufenden Link-Management gehört deshalb, neue und verlorene Backlinks zu überwachen und auffällige Quellen zu überprüfen.

Für SEO ist die Backlink-Analyse wichtig, weil sie zeigt, wie sich das eigene Linkprofil von dem der Wettbewerber unterscheidet, und weil sie riskante oder verlorene Links aufdeckt. Sie zeigt außerdem, für welche Seiten Empfehlungen anderer Websites fehlen. Bei umkämpften Suchanfragen, in der Finanzbranche etwa zu Girokonto oder Kfz-Versicherung, gehört sie deshalb zu jeder Linkbuilding-Strategie.

Natürliches Linkprofil

Ein natürliches Linkprofil entsteht, wenn andere Websites aus eigenem Antrieb verlinken. Es enthält Links von vielen Domains und unterschiedlich starken Seiten, mit gemischten Linktexten, oft mit dem Namen der Brand oder der URL. Ein unnatürliches Linkprofil zeigt dagegen Muster, die Google als Link-Spam einstuft, etwa übermäßigen Linktausch, automatisiert erzeugte Links oder bezahlte Links ohne Kennzeichnung. Wer ein Linkprofil für SEO bewertet, prüft vor allem, ob solche Muster vorkommen.

Backlinks lassen sich nachhaltig aufbauen, indem eine Website Inhalte anbietet, auf die andere gern verweisen, und diese bei passenden Seiten bekannt macht. Google selbst rät, sich auf hochwertige Inhalte zu konzentrieren und mit ordnungsgemäß gekennzeichneten Links auf eine Website aufmerksam zu machen, statt Links zu manipulieren.

Eine Backlink-Strategie klärt drei Fragen. Welche Seiten brauchen Links, etwa Ratgeber, Rechner oder Produktseiten? Von welchen Arten von Websites sollen sie kommen? Und welcher Inhalt rechtfertigt den Link?

Eine weitere Methode ist Digital PR, bei der eine Brand Redaktionen einen Anlass wie eigene Daten liefert und dafür Berichte und Links erhält. In einer Umfrage von Editorial.link unter 518 SEO-Fachleuten (März bis Mai 2025) hielten 48,6 % Digital PR für die wirksamste Taktik des Linkaufbaus, vor Gastbeiträgen mit 16 % und Linkable Assets mit 12 %. Die oft zitierten 67 % für Digital PR stammen aus der kleineren Vorgängerumfrage von 2024 mit 113 Befragten, in der mehrere Taktiken genannt werden konnten.

Wer Backlinks selbst setzt, etwa in Kommentaren, Foren oder Profilen, bekommt meist Links mit ugc oder nofollow, die für das Ranking wenig zählen. Massenhaft oder mit optimierten Linktexten gesetzt, gelten sie als Link-Spam. Nachhaltiges Linkbuilding setzt deshalb auf Inhalte und Beziehungen, die auch ohne Link einen Nutzen haben.

Verzeichniseinträge: URL eintragen oder vorschlagen

Ein Eintrag in ein Verzeichnis lohnt sich nur, wenn das Verzeichnis selbst Nutzer hat und zum Thema passt. Webkataloge sammeln Links zu Websites aller Art, Branchenverzeichnisse beschränken sich auf eine Branche, Linklisten reihen Links ohne redaktionelle Auswahl aneinander. Meist lässt sich die eigene URL dort über ein Formular eintragen oder vorschlagen, oft gegen Gebühr. Links aus minderwertigen Verzeichnissen nennt Google ausdrücklich als Beispiel für Link-Spam, massenhafte Katalogeinträge helfen deshalb nicht und können schaden. Sinnvoll ist ein Eintrag dort, wo Menschen tatsächlich nach Anbietern suchen, etwa beim Branchenverband oder im Mitgliederverzeichnis der zuständigen Kammer. Unternehmensprofile wie das Google Unternehmensprofil behandelt der Artikel zum Offpage-SEO.

Backlinks schaden vor allem dann, wenn eine Website sie kauft, tauscht oder massenhaft selbst setzt, um ihr Ranking zu manipulieren. Google nennt das Link-Spam und zählt dazu unter anderem gekaufte Links ohne Kennzeichnung, übermäßigen Linktausch, automatisch erzeugte Links und Links aus minderwertigen Verzeichnissen. Gekaufte Links verstoßen laut Google nicht gegen die Richtlinien, wenn sie rel="nofollow" oder rel="sponsored" tragen.

Gegen Link-Spam geht Google vor allem mit Algorithmen vor. Am 26.07.2021 kündigte Google ein Link-Spam-Update an, das Link-Spam auf breiterer Basis und in mehreren Sprachen erkennen sollte. Für Websites, die an Link-Spam beteiligt waren, stellte Google Änderungen in der Suche in Aussicht, weil seine Algorithmen die Spam-Links neu bewerten würden. Seine Spamerkennung, darunter das System SpamBrain, aktualisiert Google laufend. Links von bekannten Spam-Websites ignoriert Google laut der Search-Console-Hilfe üblicherweise und kann sie so selbst abwerten.

Daneben gibt es manuelle Maßnahmen. Stellt ein Prüfer bei Google unnatürliche, betrügerische oder manipulative Links auf eine Website fest, kann eine Maßnahme wegen unnatürlicher Links folgen, die einen Teil oder die ganze Website betrifft. Die Search Console meldet sie im Bericht „Manuelle Maßnahmen“. Websites, die gegen die Spamrichtlinien verstoßen, können schlechter ranken oder ganz aus den Suchergebnissen verschwinden. Nach dem Entfernen der Links lässt sich eine erneute Überprüfung beantragen.

Links für ungültig erklären (Disavow)

Mit dem Tool „Links für ungültig erklären“ in der Search Console teilt ein Websitebetreiber Google mit, welche eingehenden Links nicht berücksichtigt werden sollen. Die meisten Websites brauchen es laut Google nicht, weil Google meist selbst beurteilen kann, welche Links vertrauenswürdig sind. Google empfiehlt das Tool nur, wenn eine erhebliche Zahl von Spam-, künstlichen oder minderwertigen Links auf die Website verweist und diese Links eine manuelle Maßnahme ausgelöst haben oder wahrscheinlich auslösen.

Vorher sollen so viele dieser Links wie möglich entfernt werden, etwa durch eine Bitte an die Betreiber. Die Disavow-Liste ist eine Textdatei mit einer URL oder einer Domain je Zeile, Domains erhalten das Präfix domain:. Für ungültig erklärte Links erscheinen weiterhin im Bericht „Links“. Bis Google eine neue Liste verarbeitet hat, können einige Wochen vergehen. Das Tool funktioniert nicht mit Domain-Properties, also Search-Console-Properties für eine ganze Domain.

Häufige Fragen zu Backlinks

Sind Backlinks noch wichtig?

Ja. Laut Googles Leitfaden zu den Ranking-Systemen (Stand 12/2025) wertet Google mit mehreren Systemen aus, wie Seiten miteinander verlinkt sind, und der PageRank gehört weiterhin zu den wichtigsten Ranking-Systemen. Backlinks sind dabei eines von vielen Signalen, mit denen Google Seiten bewertet.

Wie lange dauert es, bis Backlinks wirken?

Eine feste Dauer nennt Google nicht. Ein Backlink kann erst wirken, wenn Google die verweisende Seite gecrawlt hat, und selbst ein beantragtes Crawling kann laut Google einige Tage oder mehrere Wochen dauern. Wie stark sich der Link danach im Ranking zeigt, hängt von vielen weiteren Signalen ab.

Ist es sinnvoll, Backlinks zu kaufen?

Für das Ranking nicht. Gekaufte Backlinks ohne rel="sponsored" oder rel="nofollow" verstoßen gegen Googles Spamrichtlinien und können eine manuelle Maßnahme auslösen. Gekennzeichnete bezahlte Links sind erlaubt, zählen aber in den meisten Fällen nicht für das Ranking.

Wie viele Backlinks braucht eine Website?

Eine feste Zahl gibt es nicht, Google nennt weder eine Mindestzahl noch eine Obergrenze pro Tag. Einen Anhaltspunkt liefert der Vergleich mit den Seiten, die für dieselben Suchanfragen ranken. Entscheidend ist dabei, wie viele themennahe, redaktionelle Backlinks von verschiedenen Domains sie haben, nicht die reine Linkzahl.

Muss man schädliche Backlinks per Disavow entwerten?

In den meisten Fällen nicht. Laut Google kann die Suche selbst beurteilen, welche Links vertrauenswürdig sind, und ignoriert Links von bekannten Spam-Websites üblicherweise. Das Tool zum Entwerten von Backlinks empfiehlt Google nur bei einer erheblichen Zahl von Spam-Links, die eine manuelle Maßnahme ausgelöst haben oder wahrscheinlich auslösen.

Weiterführende Ressourcen und Quellen

  1. Google Search Central (Stand 12/2025): Leitfaden zu Ranking-Systemen der Google Suche, Abschnitt Systeme für Link-Analysen und PageRank
  2. Google Search Central (Stand 12/2025): So funktioniert die Google Suche
  3. Search Console-Hilfe (abgerufen 04.10.2026): Bericht „Links“
  4. Google Search Central (Stand 09/2026): Spamrichtlinien für die Google Websuche, Abschnitt Link-Spam
  5. Search Console-Hilfe (abgerufen 04.10.2026): Links für ungültig erklären
  6. Editorial.link (26.06.2025, Web-Archiv vom 07.07.2025): The State of Link Building 2025, Umfrage unter 518 SEO-Fachleuten, Erhebung März bis Mai 2025, mit den Ergebnissen der Vorgängerumfrage 2024 (113 SEO-Fachleute)

Einsatz von künstlicher Intelligenz

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von unseren Fachexperten sorgfältig überprüft, um sicherzustellen, dass die Informationen korrekt, verständlich und nützlich sind.

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