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Interne Verlinkung

Was ist Interne Verlinkung?

Definition und Zweck

Interne Verlinkung beschreibt die Verknüpfung von Seiten innerhalb derselben Domain. Im Gegensatz zur externen Verlinkung, bei der Links auf andere Websites verweisen, dient die interne Verlinkung der Strukturierung und Navigation einer Website. Dabei wird durch Hyperlinks eine Verbindung zwischen verschiedenen Seiten hergestellt, um Nutzer*innen sowie Suchmaschinen eine klare Orientierung zu bieten.

Die interne Verlinkung hat zwei zentrale Aufgaben:

Zusätzlich ermöglicht die interne Verlinkung Suchmaschinen, die Seitenstruktur effizient zu crawlen und neue Inhalte schneller zu indexieren.

Unterschied zwischen interner und externer Verlinkung

Merkmal Interne Verlinkung Externe Verlinkung
Ziel Verbindung innerhalb derselben Domain Verbindung zu anderen Websites
SEO-Einfluss Verteilung des internen Linkjuice Aufbau von Backlinks, die die Domainautorität steigern
Beispiel-Element <a href=”/interne-seite”>Interner Link</a> <a href=“https://externe-seite.de”>Externer Link</a>

Beispiele aus der Praxis

Code-Beispiel für interne Links

Ein einfacher interner Link in HTML sieht wie folgt aus:

<a href="/seo-guide/interne-verlinkung">Interne Verlinkung</a>

In diesem Beispiel verweist der Link auf die Seite /seo-guide/interne-verlinkung. Die Verwendung von sprechenden URLs (wie in diesem Beispiel) verbessert die Nutzerfreundlichkeit und SEO-Wirkung.

Warum ist die interne Verlinkung wichtig für SEO?

Rolle der internen Verlinkung bei der Crawlability und Indexierung

Die interne Verlinkung erleichtert Suchmaschinen das Crawlen und Indexieren einer Website. Webcrawler wie der Googlebot folgen Links, um Seiteninhalte zu erfassen. Durch eine durchdachte interne Linkstruktur stellst du sicher, dass:

Ein Beispiel für eine effiziente Struktur:

Diese Hierarchie sollte durch interne Links unterstützt werden.

Wie interne Links den Linkjuice weitergeben

Linkjuice beschreibt die Linkkraft, die durch Links von einer Seite auf die nächste übertragen wird. Interne Verlinkung ist entscheidend, um diese Kraft gezielt auf wichtige Seiten zu verteilen.

Beispiel: Wenn eine stark verlinkte Startseite mit einem internen Link auf eine Produktseite verweist, wird ein Teil des Linkjuice an die Produktseite weitergegeben. Dadurch kann deren SEO-Ranking steigen.

Hier eine Tabelle zur Veranschaulichung:

Seite Eingehende Links Weitergegebener Linkjuice
Startseite 50 20 (an Kategorie A)
Kategorie A 20 10 (an Produktseite A1)
Produktseite A1 10 -

Zusammenhang mit der Nutzerführung und User Experience

Interne Links verbessern die Benutzerfreundlichkeit, indem sie den Nutzer*innen helfen, Inhalte intuitiv zu finden. Folgende Punkte spielen eine Rolle:

Ankertexte: Gut gewählte Ankertexte geben Hinweise auf den Inhalt der verlinkten Seite. Sie sollten:

Relevante Platzierungen: Links in Artikeln oder FAQs, die weiterführende Informationen bieten, steigern die Verweildauer und reduzieren die Absprungrate.

Code-Beispiel für ein optimiertes internes Linknetzwerk

<nav>
  <ul>
    <li><a href="/kategorie">Kategorie</a></li>
    <li><a href="/produktseite">Produktseite</a></li>
    <li><a href="/blog/interne-verlinkung">Interne Verlinkung</a></li>
  </ul>
</nav>

Dieses Beispiel zeigt eine Navigation, die wichtige Seiten miteinander verbindet, wodurch sowohl Nutzer*innen als auch Suchmaschinen eine klare Struktur vorfinden.

Best Practices für eine optimale interne Verlinkung

Auswahl und Optimierung von Ankertexten

Der Ankertext (auch Linktext genannt) ist der klickbare Text eines Links. Er gibt sowohl Nutzer*innen als auch Suchmaschinen einen Hinweis auf den Inhalt der verlinkten Seite. Die Wahl eines geeigneten Ankertextes ist entscheidend für die SEO-Wirkung der internen Verlinkung.

Best Practices:

Beispiel für optimale Ankertexte in einem Blogartikel:

Strategische Platzierung von internen Links

Die Platzierung der internen Links hat Einfluss auf die Nutzerfreundlichkeit und SEO-Wirkung. Beachte folgende Empfehlungen:

Beispiel für eine Sidebar mit internen Links:

<aside>
  <h2>Verwandte Inhalte</h2>
  <ul>
    <li><a href="/seo-guide">SEO-Guide</a></li>
    <li><a href="/interne-verlinkung">Interne Verlinkung</a></li>
    <li><a href="/content-marketing">Content-Marketing-Tipps</a></li>
  </ul>
</aside>

Vermeidung häufiger Fehler

Fehlerhafte oder übermäßige interne Verlinkung kann die Nutzererfahrung verschlechtern und Suchmaschinen verwirren. Hier sind typische Fehler und wie du sie vermeiden kannst:

Fehler Auswirkung Lösung
Broken Links Nutzer*innen landen auf 404-Seiten. Regelmäßige Überprüfung mit Tools wie Screaming Frog.
Überoptimierung Zu viele Links oder immer gleiche Ankertexte. Begrenze die Anzahl der Links auf das Wesentliche.
Irrelevante Links Verlinkung auf nicht-thematische Inhalte. Verlinke nur auf relevante Inhalte.

Interne Verlinkung in HTML: Technische Grundlagen

Aufbau eines internen Links im HTML

Ein interner Link in HTML wird mit dem <a>-Tag erstellt. Dabei verweist der href-Attributwert auf eine andere Seite innerhalb derselben Domain.

Beispiel für einen einfachen internen Link:

<a href="/kontakt">Kontakt</a>

In diesem Beispiel führt der Link auf die Unterseite „Kontakt“. Der Ankertext „Kontakt“ wird von Nutzer*innen und Suchmaschinen als Beschreibung für die Zielseite verwendet.

Erweiterter interner Link mit Titel und Alt-Attribut:

<a href="/über-uns" title="Mehr über unser Team erfahren">
  <img src="/images/teamfoto.jpg" alt="Unser Team">
</a>

Hier werden zusätzliche Attribute genutzt:

Verwendung von relativen vs. absoluten URLs

Beim Erstellen von Links kann zwischen relativen und absoluten URLs gewählt werden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:

URL-Typ Vorteile Nachteile
Relative URLs — Kürzer und einfacher zu schreiben.
— Anpassungsfähig bei Domainwechsel.
— Abhängigkeit vom aktuellen Verzeichnispfad.
— Fehleranfälliger bei falscher Struktur.
Absolute URLs — Immer eindeutig.
— Unabhängig vom Verzeichnispfad.
— Längere Schreibweise.
— Domainabhängig.

Beispiel für relative und absolute URLs:

Strukturierung einer XML-Sitemap zur Unterstützung der internen Verlinkung

Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die Suchmaschinen eine Übersicht aller relevanten URLs einer Website liefert. Sie unterstützt die interne Verlinkung, indem sie:

Beispiel einer XML-Sitemap:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <url>
    <loc>https://www.beispielseite.de/</loc>
    <lastmod>2024-11-20</lastmod>
    <priority>1.0</priority>
  </url>
  <url>
    <loc>https://www.beispielseite.de/blog/artikel</loc>
    <lastmod>2024-11-18</lastmod>
    <priority>0.8</priority>
  </url>
</urlset>

Tipps zur Pflege einer XML-Sitemap:

Interne Verlinkung strategisch planen

Analyse der bestehenden Verlinkung mit Tools wie Screaming Frog oder Ahrefs

Die Analyse der bestehenden internen Verlinkung ist der erste Schritt, um Optimierungspotenziale zu identifizieren. Tools wie Screaming Frog, Ahrefs oder Sitebulb bieten hilfreiche Funktionen, um die Verlinkungsstruktur einer Website zu untersuchen.

1. Crawl der Website:
Mit Tools wie Screaming Frog kannst du alle internen Links erfassen und die Verlinkungstiefe analysieren.

2. Identifikation von Orphan Pages:
Seiten ohne eingehende Links sind oft schwer erreichbar und sollten gezielt in die Linkstruktur eingebunden werden.

3. Linkhäufigkeit prüfen:
Überprüfe, ob wichtige Seiten ausreichend interne Links erhalten. Seiten mit wenigen Links erhalten weniger Gewicht im internen Linknetzwerk.

4. Anchor-Text-Analyse:
Tools wie Ahrefs helfen, die Verteilung der verwendeten Ankertexte zu bewerten, um Überoptimierung zu vermeiden.

Beispiel Screaming Frog-Export:

Seite Eingehende Links Verlinkungstiefe Ankertexte
/startseite 50 1 Start, Homepage
/blog/interne-verlinkung 10 2 Interne Verlinkung
/kontakt 5 3 Kontakt, Mehr erfahren

Erstellung einer internen Linkstruktur (Cluster-Strategie, Content Hubs)

Eine effektive Strategie für interne Verlinkung basiert oft auf Clustern und Content Hubs. Diese Methoden strukturieren Inhalte logisch und thematisch.

Cluster-Strategie:

Content Hubs:

Visualisierung:

SEO-Guide (Pillar Page)
   ├─ Keyword-Recherche (Cluster Page)
   ├─ Interne Verlinkung (Cluster Page)
   └─ Linkbuilding (Cluster Page)

Die Rolle von Unterseiten bei der Verlinkungsstrategie

Unterseiten bilden die Basis der internen Verlinkung und haben folgende Funktionen:

Best Practice:

Verlinke von Hauptseiten (z. B. Kategorien) gezielt auf Unterseiten und sorge dafür, dass Unterseiten auch untereinander verbunden sind.

Wie misst man den Erfolg der internen Verlinkung?

Einsatz von KPIs wie Crawl-Tiefe, Bounce-Rate und Click-Through-Rate

Um die Effektivität der internen Verlinkung zu bewerten, ist die Messung spezifischer Key Performance Indicators (KPIs) unerlässlich. Hier sind die wichtigsten Metriken:

Crawl-Tiefe (Crawl Depth):

Bounce-Rate:

Click-Through-Rate (CTR):

Beispiel einer KPI-Übersicht:

KPI Wert Interpretation
Crawl-Tiefe 2 Klicks Optimale Erreichbarkeit
Bounce-Rate 35 % Niedrig, gute interne Verlinkung
Click-Through-Rate 20 % Potenzial zur Verbesserung vorhanden

Nutzung von Google Search Console und anderen SEO-Tools zur Überprüfung

Tools wie die Google Search Console oder Ahrefs sind unverzichtbar, um die interne Verlinkung zu überwachen und zu optimieren.

Google Search Console:

Ahrefs:

Screaming Frog:

Anpassung und Optimierung basierend auf Daten und Nutzerverhalten

Sobald Daten zur internen Verlinkung vorliegen, können gezielte Optimierungen vorgenommen werden:

Unzureichend verlinkte Seiten stärken:

Fehlerhafte Links korrigieren:

Nutzerverhalten analysieren:

Beispiel einer Optimierungsmaßnahme:

<!-- Vorher: Generischer Ankertext -->
<a href="/blog/seo-tipps">Hier klicken</a>

<!-- Nachher: Präziser Ankertext -->
<a href="/blog/seo-tipps">SEO-Tipps für mehr Sichtbarkeit</a>

Häufige Fragen zur internen Verlinkung

Wie viele interne Links sind ideal pro Seite?

Die Anzahl der internen Links pro Seite hängt von der Größe und Struktur der Website sowie von der Relevanz der Inhalte ab. Es gibt jedoch einige allgemeine Empfehlungen:

Qualität vor Quantität:

SEO-Richtlinie von Google:

Best Practice:

Tipp

Vermeide es, jede Seite mit der Startseite oder einer Kategorie zu überladen. Stattdessen priorisiere, welche Seiten den Linkjuice am meisten benötigen.

Was tun, wenn Seiten keine Verlinkung erhalten (Orphan Pages)?

Orphan Pages sind Seiten, die keine eingehenden internen Links haben und daher für Nutzer*innen und Suchmaschinen schwer auffindbar sind. Solche Seiten entstehen oft durch unzureichende Pflege der internen Linkstruktur.

Lösungsansätze:

Gezielte Verlinkung:

Nutzerführung verbessern:

Wie oft sollte die interne Linkstruktur überprüft werden?

Die Überprüfung der internen Linkstruktur ist ein fortlaufender Prozess, der je nach Größe der Website und Häufigkeit von Änderungen angepasst werden sollte:

Empfohlene Frequenz:

Anlässe für Überprüfungen:

Tools für die Überprüfung:

Tipp

Regelmäßige Überprüfungen verhindern, dass wichtige Inhalte „vergessen“ werden und Orphan Pages entstehen.

Fazit: Interne Verlinkung als SEO-Grundlage

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Die interne Verlinkung ist eine unverzichtbare Komponente jeder erfolgreichen SEO-Strategie. Sie verbessert die Navigation und Nutzerfreundlichkeit einer Website, ermöglicht eine effiziente Verteilung von Linkjuice und trägt zur besseren Indexierung durch Suchmaschinen bei.
Wichtige Erkenntnisse aus diesem Artikel:

Handlungsempfehlungen für eine bessere interne Verlinkung

Um die Vorteile der internen Verlinkung optimal zu nutzen, sollten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

Strategie entwickeln:

Ankertexte optimieren:

Technische Grundlagen sicherstellen:

Regelmäßig prüfen:

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