Informationsarchitektur
Die Informationsarchitektur (IA, englisch Information Architecture) ist die Struktur, nach der die Inhalte einer Website oder App geordnet, benannt und miteinander verknüpft werden, damit Menschen und Suchmaschinen sie finden. Zu ihr gehören der Seitenbaum, die Bezeichnungen der Kategorien, die Navigation und die interne Suche.
Informationsarchitektur: Definition und Herkunft
Die deutschsprachige Wikipedia definiert Informationsarchitektur als „Prozess der Gestaltung der Struktur eines Informationsangebots“. Dazu zählen laut Wikipedia die Unterteilung der Inhalte, die Navigationswege und die Suchmöglichkeiten innerhalb des Angebots. Der Begriff bezeichnet außerdem das Ergebnis dieser Tätigkeit, die Struktur selbst, so etwa bei der Nielsen Norman Group. Der Zweck ist, dass Menschen Inhalte finden und jederzeit erkennen, wo sie sich befinden.
Der Begriff Information Architect wird auf den US-amerikanischen Architekten und Grafikdesigner Richard Saul Wurman zurückgeführt. 1976 gab er einer Konferenz des American Institute of Architects (AIA) das Thema „The Architecture of Information“ und hielt dort einen Vortrag mit diesem Titel. In einem Interview mit Dirk Knemeyer (InfoDesign, 01/2004) begründete er die Wortwahl damit, dass die wachsende Datenmenge eine Architektur brauche, also Systeme und eine systematische Gestaltung. Breite Beachtung fand das Fachgebiet 1998 mit dem Buch „Information Architecture for the World Wide Web“ von Louis Rosenfeld und Peter Morville. Im deutschsprachigen Raum erschien 2006 das Fachbuch „Integrierte Informationsarchitektur“ von Henrik Arndt, das die Konzeption professioneller Websites behandelt.
Verwendet wird der Begriff vor allem für Websites, Intranets und Apps, also auch für die Informationsangebote innerhalb eines Unternehmens.
Bausteine einer Informationsarchitektur
Eine Informationsarchitektur besteht aus vier Systemen, die Rosenfeld und Morville unterscheiden, nämlich Organisation, Beschriftung (Labeling), Navigation und Suche.
- Organisationssysteme. Sie legen fest, nach welchem Prinzip Inhalte gruppiert werden, etwa nach Thema, Produkt, Zielgruppe, Aufgabe oder Alphabet. Die entstehende Ordnung aus Kategorien und Unterkategorien heißt Taxonomie. Ein Versicherer kann seine Inhalte nach Sparten (Kfz, Hausrat), nach Lebenslagen (Umzug, Familie) oder nach Aufgaben (Tarif berechnen, Schaden melden) ordnen.
- Labeling. Labels sind die Bezeichnungen von Menüpunkten, Kategorien und Links. Gute Labels nutzen die Wörter der Zielgruppe statt interner Fachbegriffe, also „Schaden melden“ statt „Leistungsfallmanagement“. Einheitlich sollten sie auch sein, denn heißt derselbe Bereich einmal „Produkte“ und einmal „Tarife“, vermuten Nutzer leicht zwei verschiedene Bereiche.
- Navigationssysteme. Sie machen die Struktur auf der Seite benutzbar, etwa als Hauptmenü, Kategorieseite, Filter oder Link im Text.
- Suchsysteme. Eine interne Suche ergänzt die Navigation, vor allem auf großen Websites. Sie braucht eigene Regeln dafür, welche Inhalte durchsucht und wie Treffer sortiert werden. Eine Synonymliste sorgt etwa dafür, dass die Suche nach „Autoversicherung“ auch die Seite zur Kfz-Versicherung findet.
Informationshierarchie: flache oder tiefe Struktur?
Ob die Informationshierarchie einer Website flach oder tief sein sollte, hängt vor allem davon ab, wie klar sich ihre Inhalte in Kategorien trennen lassen. Die Informationshierarchie ordnet die Seiten einer Website in Ebenen, von der Startseite über Bereiche und Kategorien bis zur einzelnen Detailseite. Daraus ergibt sich die Website-Struktur, die meist als Seitenbaum dargestellt wird. Innerhalb einer einzelnen Seite meint Informationshierarchie dagegen die Rangfolge der Inhalte, die vor allem die Überschriften abbilden. Diese Gliederung beschreibt der Artikel zu den Header-Tags.
Eine flache Hierarchie hat wenige Ebenen mit vielen Kategorien je Ebene, eine tiefe Hierarchie viele Ebenen mit wenigen Kategorien. Die Nielsen Norman Group (NN/g) vergleicht beide Formen an zwei Modellen mit denselben Inhalten, eines mit 3 Ebenen und 8 Hauptkategorien, das andere mit 5 Ebenen und 4 Hauptkategorien.
- Flach. Inhalte sind schneller erreichbar, und spezifische Kategorien sind leichter zu verstehen. Sehr lange Menüs können aber überfordern, und zwischen vielen Kategorien entstehen leicht Überschneidungen.
- Tief. Menüs bleiben kurz, die oberen Kategorien werden aber allgemeiner und damit unklarer. Bei sonst gleichen Bedingungen sind tiefe Hierarchien laut NN/g schwerer zu bedienen. Für sie empfiehlt NN/g Abkürzungen, also Links, die direkt auf untere Ebenen führen.
Eine feste Obergrenze für Klicks gibt es weder bei flacher noch bei tiefer Navigation. Die oft zitierte Drei-Klick-Regel, nach der jeder Inhalt mit höchstens drei Klicks erreichbar sein soll, hat User Interface Engineering 2003 überprüft und keinen Zusammenhang zwischen der Zahl der Klicks und dem Erfolg der Suche gefunden.
Wichtiger als die Zahl der Klicks ist, dass jeder Link erkennbar zum gesuchten Inhalt führt. Für Suchmaschinen zählt dagegen, über wie viele Links eine Seite von der Startseite aus erreichbar ist und wie viele interne Links auf sie zeigen.
Navigation und Kategorieseiten für SEO
Für SEO zählt an der Navigation vor allem, dass sie jede wichtige Kategorie über einen normalen HTML-Link erreicht, denn Google erschließt die Struktur einer Website über ihre Links. In seiner Dokumentation zu E-Commerce-Websites empfiehlt Google, aus Menüs auf Kategorieseiten zu verlinken, von dort auf Unterkategorien und von diesen auf alle Produktseiten. Links sollen als <a href> umgesetzt sein, nicht als JavaScript-Ereignis auf anderen Elementen. Je mehr interne Links auf eine Seite zeigen, desto höher ist laut Google ihre relative Bedeutung innerhalb der Website. Wie sich Links darüber hinaus gezielt setzen lassen, beschreibt der Artikel zur internen Verlinkung.
Die Hauptnavigation trägt die oberste Ebene der Hierarchie. Kategorieseiten bilden die Ebenen darunter und sind ein eigener Seitentyp. Sie bündeln zum Beispiel alle Tarife einer Kfz-Versicherung oder alle Ratgebertexte zum Thema Wohnen und eignen sich als Zielseite für allgemeinere Suchanfragen, während Detailseiten spezielle Fragen beantworten. Damit eine Kategorieseite für SEO mehr ist als eine Linkliste, braucht sie einen eigenen Title, eine eigene H1 und eine kurze Einleitung, die erklärt, was die Kategorie umfasst.
Filter und Sortierungen auf Kategorieseiten erzeugen schnell viele Adressen mit fast gleichem Inhalt, also Duplicate Content. Ob solche Varianten per Canonical-Tag gebündelt oder per robots.txt vom Crawling ausgeschlossen werden, hängt von ihrer Zahl und ihrem Suchwert ab, wie der Artikel zum Crawl-Budget zeigt. Breadcrumbs zeigen auf den Seiten unterhalb der Startseite den Pfad durch die Hierarchie und verlinken die übergeordneten Ebenen.
Seit Google die Mobile-First-Indexierung am 31.10.2023 für abgeschlossen erklärt hat, crawlt es alle Websites, die auf Mobilgeräten funktionieren, vorwiegend mit dem Smartphone-Crawler. Eine mobile Seite muss deshalb laut Google so vollständig sein wie die Desktop-Fassung. Das gilt auch für die Links der Navigation, die mobil oft in einem ausklappbaren Menü stehen.
Informationsarchitektur einer Website erstellen: fünf Schritte
Die Informationsarchitektur einer Website entsteht in fünf Schritten, von der Frage, wer auf der Website was erledigen will, bis zum Test des fertigen Seitenbaums. Erst danach folgen Wireframes und Design.
- 01ZielgruppenAufgaben klären
- 02InventarInhalte erfassen
- 03Card SortingGruppen finden
- 04SeitenbaumEbenen festlegen
- 05Tree TestingStruktur prüfen
- Zielgruppen und Aufgaben. Am Anfang steht die Frage, wer die Website nutzt und was diese Menschen dort erledigen wollen, etwa einen Tarif berechnen, einen Schaden melden oder eine Adresse ändern. Hinweise liefern Suchanfragen aus der Search Console, Suchbegriffe der internen Suche und Kontaktgründe im Kundenservice.
- Content-Inventar. Alle vorhandenen Inhalte kommen in eine Liste mit Adresse, Seitentyp, Thema und Zustand. Ein Crawler liefert dafür die erreichbaren Seiten. Doppelte und veraltete Inhalte fallen dabei auf.
- Card Sorting. Testpersonen sortieren Karten mit Inhalten in Gruppen, die ihnen sinnvoll erscheinen. Beim offenen Card Sorting benennen sie die Gruppen selbst, beim geschlossenen ordnen sie in vorgegebene Kategorien ein. Die Nielsen Norman Group nennt Card Sorting eine Methode, die mögliche Gruppierungen und Bezeichnungen aufdeckt.
- Seitenbaum. Aus den Ergebnissen entsteht der Seitenbaum, ein Diagramm oder eine Tabelle mit allen Ebenen und Seiten. Er wird oft ebenfalls Sitemap genannt, ist aber nicht die Datei für Suchmaschinen, die der Artikel zur Sitemap erklärt. Das Feld
priorityeiner XML-Sitemap ignoriert Google, und Websites mit rund 500 oder weniger relevanten Seiten, die intern vollständig verlinkt sind, brauchen laut Google unter Umständen gar keine. - Tree Testing. Testpersonen suchen in einer reinen Textfassung des Seitenbaums, ohne Design und Inhalte, nach bestimmten Inhalten. Gemessen wird, ob und auf welchem Weg sie die richtige Stelle finden. Die Nielsen Norman Group empfiehlt, mit Card Sorting Varianten zu entwickeln und sie per Tree Test zu prüfen, bevor Texte, Design und Programmierung beginnen.
Nach dem Start zeigen die Suchbegriffe der internen Suche und die Kontaktgründe im Kundenservice, wo die neue Struktur noch nicht trägt.
Beispiel: Informationsarchitektur einer Versicherer-Website
Wie die Informationsarchitektur einer Versicherer-Website aussehen kann, zeigt das Beispiel eines fiktiven Versicherers auf example.com. Die Website-Struktur hat drei Bereiche mit je eigenem Ordnungsprinzip. Der Bereich Versicherungen ist nach Produkten geordnet, mit vier Sparten und je drei Tarifseiten. Der Ratgeber ordnet 24 Artikel nach drei Lebensbereichen, der Service sortiert nach Aufgaben wie „Schaden melden“. Zusammen sind das 50 Seiten auf vier Ebenen.
- Startseiteexample.com · Tiefe 0
- Versicherungen/versicherungen/ · Tiefe 1
- 4 ProduktseitenKfz, Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz · Tiefe 2 → 1 mit Menülink
- je 3 TarifseitenTiefe 3 → 2 mit Menülinks
- 4 ProduktseitenKfz, Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz · Tiefe 2 → 1 mit Menülink
- Ratgeber/ratgeber/ · Tiefe 1
- 3 ThemenseitenAuto, Wohnen, Familie · Tiefe 2
- je 8 ArtikelTiefe 3
- 3 ThemenseitenAuto, Wohnen, Familie · Tiefe 2
- Service/service/ · Tiefe 1
- Schaden meldenTiefe 2 → 1 mit Menülink
- Kontakt, DokumenteTiefe 2
- Versicherungen/versicherungen/ · Tiefe 1
| Klicktiefe | nur Seitenbaum | mit Menülinks |
|---|---|---|
| 0 | 1 | 1 |
| 1 | 3 | 8 |
| 2 | 10 | 17 |
| 3 | 36 | 24 |
| Ø | 2,62 | 2,28 |
Folgt man nur dem Seitenbaum, liegen 36 der 50 Seiten drei Klicks von der Startseite entfernt, im Schnitt sind es 2,62 Klicks. Verlinkt die Hauptnavigation die vier Produktseiten und „Schaden melden“ direkt, rücken diese fünf Seiten auf Klicktiefe 1 und die zwölf Tarifseiten auf Klicktiefe 2. Der Schnitt sinkt auf 2,28 Klicks, ohne dass sich der Seitenbaum ändert. Die Hierarchie legt also fest, wo eine Seite steht, die Links legen fest, wie weit sie von der Startseite entfernt ist.
Informationsarchitektur und UX
Im UX-Design (User Experience, Gestaltung der Nutzungserfahrung) ist die Informationsarchitektur die Struktur, auf der Navigation, Oberfläche und Inhalte aufbauen. Die Nielsen Norman Group nennt sie das Rückgrat einer Website. Sie ist selbst kein Teil der Oberfläche, sondern bestimmt sie, und wird in Tabellen und Diagrammen dokumentiert, nicht in Wireframes oder Layouts.
Daraus ergibt sich die Abgrenzung zu benachbarten Disziplinen.
- UX-Design ist der Oberbegriff für die gesamte Nutzungserfahrung, zu der Informationsarchitektur, Interaktion, Inhalte und Gestaltung beitragen.
- Navigationsdesign legt fest, mit welchen Bedienelementen die Struktur sichtbar wird. NN/g zählt dazu globale Navigation, Breadcrumbs und Filter.
- UI-Design (User Interface, Benutzeroberfläche) gestaltet das Aussehen und Verhalten dieser Elemente, etwa Farben, Abstände und Zustände.
Dieselbe Informationsarchitektur kann deshalb auf dem Desktop als Leiste mit Ausklappmenüs erscheinen und mobil als Menü hinter einem Symbol. Umgekehrt finden Nutzer Inhalte auch über ein gut gestaltetes Menü schwer, wenn Gruppen und Bezeichnungen nicht stimmen.
Informationsarchitektur und SEO
Für SEO entscheidet die Informationsarchitektur, ob Suchmaschinen alle wichtigen Seiten über Links erreichen, wie weit diese Seiten von der Startseite entfernt liegen und welche Seiten thematisch zusammengehören. Drei Punkte sind dabei zentral.
- Crawlbarkeit. Eine Seite, die in keiner Ebene verlinkt ist, finden Suchmaschinen höchstens über eine Sitemap oder Links von anderen Websites. Google empfiehlt deshalb, alle Produktseiten zu verlinken, und rät nur dort, wo das nicht möglich ist, zu einer Sitemap oder einem Merchant-Center-Feed.
- Klicktiefe. Seiten, die nah an der Startseite liegen, hält Google laut eigener Aussage eventuell für wichtiger und crawlt sie häufiger, ein höheres Ranking folgt daraus nicht. Wichtige Seiten sollten trotzdem nicht am Ende langer Klickpfade hängen. Ein Crawler misst die Klicktiefe jeder Seite.
- Themencluster. Stehen verwandte Seiten unter einer gemeinsamen Kategorieseite, bilden sie ein Cluster. Die Kategorieseite verlinkt die Detailseiten, die Detailseiten verweisen zurück.
Seitenstrukturierung für SEO heißt deshalb vor allem, jedem Thema eine eigene Seite an einer festen Stelle der Hierarchie zu geben, damit nicht mehrere Seiten um dieselbe Suchanfrage konkurrieren. Die Pfade einer URL können die Hierarchie abbilden, etwa /versicherungen/kfz/. Google leitet die Struktur einer Website laut eigener Dokumentation aber in der Regel nicht aus den URLs ab, sondern aus den Links zwischen den Seiten.
Tools für die Informationsarchitektur
Welches Tool für die Informationsarchitektur passt, hängt von der Aufgabe ab, denn Card Sorting, Tree Testing, das Visualisieren der Website-Struktur und die Bestandsaufnahme brauchen unterschiedliche Funktionen. Die Tabelle nennt je Aufgabe die Kriterien und Beispiele.
| Aufgabe | Worauf achten | Beispiele |
|---|---|---|
| Card Sorting | offene, geschlossene und gemischte Sortierung, Auswertung, welche Karten wie oft zusammen liegen | Optimal Workshop (Modul Card Sorting, früher OptimalSort), Papierkarten im Workshop |
| Tree Testing | Seitenbaum aus einer Tabelle importieren, Erfolgsquote und Klickpfade je Aufgabe | Optimal Workshop (Modul Tree Testing, früher Treejack) |
| Seitenbaum visualisieren | Ebenen ein- und ausklappen, gemeinsam bearbeiten, als Tabelle exportieren | Slickplan, Lucidchart, Miro, Tabellenkalkulation |
| Bestand crawlen | Klicktiefe je Seite, Export aller Adressen, Darstellung als Baum | Screaming Frog SEO Spider (Spalte Crawl Depth, Ansichten Crawl Tree Graph und Directory Tree), Sitebulb |
Für kleine Websites genügt oft eine Tabellenkalkulation. Die Nielsen Norman Group empfiehlt ohnehin, den Seitenbaum für einen Tree Test zuerst in einer Tabelle anzulegen, mit der Startseite in der ersten Zelle und jeder Ebene in einer eigenen Spalte. Ein Crawler zeigt dagegen den Ist-Zustand, also welche Seiten über Links erreichbar sind und wie tief sie liegen.
Informationsarchitektur in der KI-Suche
In der KI-Suche wirkt die Informationsarchitektur vor allem über Templates, also die Bausteine, die auf jeder Seite eines Seitentyps wiederkehren, wie Navigation, Teaser-Blöcke und Footer. Welche Seitentypen es gibt und was ihr Template zeigt, ist eine Entscheidung der Informationsarchitektur, die für Hunderte Seiten zugleich gilt.
Laut einer Auswertung von Peec AI aus dem Datenstrom der ChatGPT-Oberfläche (09/2026) liest ChatGPT abgerufene Seiten nicht ganz, sondern zerlegt sie in Textblöcke mit eigenem Score, bei Seiten aus OpenAIs eigenem Index von rund 170 Wörtern. Das Modell sieht davon je Quelle nur ein bis drei Blöcke. Nach Einordnung von KKP laufen auch Teaser-Module wie „Weitere interessante Inhalte“ durch dieses Scoring und können mit dem eigentlichen Inhalt konkurrieren. Lösen lässt sich das als Template-Thema im Seitenaufbau, nicht im Text. Die Daten und ihre Grenzen beschreibt der KKP-Artikel zum Chunk-Scoring in ChatGPT.
Wie viel Navigation im Quelltext vor dem Inhalt steht, verkürzt laut Peec AI (06/2026) den Inhalt im ersten Lesedurchgang von ChatGPT Deep Research, die Zahlen dazu stehen im Artikel zum Footer. Für die Google-Suche schreibt Google im Leitfaden zu generativen KI-Funktionen (Stand 10.07.2026), dass diese Funktionen auf denselben Ranking- und Qualitätssystemen beruhen wie die Suche und die bekannten SEO-Grundlagen deshalb weiter gelten.
Die Informationsarchitektur ordnet die Website als Ganzes. Wie KI-Systeme eine einzelne Seite in Abschnitte zerlegen, beschreibt der Artikel zu Chunking.
Häufige Fragen zur Informationsarchitektur
Was macht ein Informationsarchitekt?
Ein Informationsarchitekt plant, wie die Inhalte einer Website oder App gegliedert, benannt und verknüpft werden. Grundlage sind Daten zur Zielgruppe und Methoden wie Card Sorting und Tree Testing. Das Ergebnis ist meist ein Seitenbaum, mit dem Design, Redaktion und SEO weiterarbeiten.
Was ist der Zweck einer Informationsarchitektur?
Der Zweck einer Informationsarchitektur ist, dass Menschen Inhalte schnell finden und jederzeit erkennen, wo sie sich auf einer Website befinden. Für Suchmaschinen sorgt dieselbe Struktur dafür, dass alle wichtigen Seiten über Links erreichbar sind und thematisch zusammenhängen.
Wie sieht eine Informationsarchitektur aus?
Eine Informationsarchitektur sieht meist aus wie ein Organigramm, mit der Startseite oben und darunter Bereichen, Kategorien und Detailseiten. Für Tree Tests und große Websites wird sie oft als Tabelle mit einer Spalte je Ebene geführt.
Ist eine Sitemap dasselbe wie eine Informationsarchitektur?
Nein. Eine visuelle Sitemap, also der Seitenbaum, ist nur die Darstellung der Hierarchie, während die Informationsarchitektur auch Bezeichnungen, Navigation und Suche umfasst. Die XML-Sitemap ist dagegen eine Datei, die Suchmaschinen die Adressen einer Website meldet.
Reduziert eine klare Informationsarchitektur Support-Anfragen?
Eine klare Informationsarchitektur kann Support-Anfragen reduzieren, wenn Kundinnen und Kunden Antworten und Funktionen wie „Schaden melden“ selbst finden. Wie stark der Effekt ist, hängt von der Website ab. Messbar wird er, wenn die Kontaktgründe im Kundenservice vor und nach dem Umbau verglichen werden.
Weiterführende Ressourcen und Quellen
- Google Search Central: Help Google understand your ecommerce site structure (Stand 10.12.2025)
- Google Search Central: Learn about sitemaps (Stand 10.12.2025)
- Nielsen Norman Group (11/2013): Flat vs. Deep Website Hierarchies
- Nielsen Norman Group (06/2014): The Difference Between Information Architecture (IA) and Navigation
- Peec AI (06/2026, aktualisiert 09/2026): How ChatGPT Deep Research reads your site
- Wikipedia: Informationsarchitektur
Einsatz von künstlicher Intelligenz
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von unseren Fachexperten sorgfältig überprüft, um sicherzustellen, dass die Informationen korrekt, verständlich und nützlich sind.
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